Ich baue mir meine eigene Retro-Spiele-Konsole

Dank eines Bastelvorschlags in der Ausgabe 17/2017 der c’t kam ich auf die Idee meine Mancave mit einer Retro-Spiele-Konsole auszustatten…

Nach dem großen Erfolg des Nintendo Classic Mini ist ein Run auf den bereits angekündigten Super Nintendo Mini absehbar. Die limitierte Mini-Konsole mit 21 Spielen und zwei USB-Controllern wird wahrscheinlich auch schnell wieder ausverkauft sein und nur auf eBay für mindestens den doppelten Preis zu schießen sein. Darauf hab ich keinen Bock.

So kam mir der Bastelvorschlag von heise in der aktuellen c’t gerade recht: Aus einem Raspberry Pi 3 (wiki-Link)  wird hier eine Konsole gebastelt, die Spiele von unfassbar vielen Retro-Konsolen (NES, SNES, Sega Megadrive über Amiga und Atari bis hin zur ersten PlayStation) emuliert. Letztendlich ist die Auswahl an Spielen erschlagend viel, quasi ein Schlaraffenland für Zocker.

Außerdem spannend für den Standard-Nerd: Das meiste Zubehör hat man wahrscheinlich eh in der Schublade rumfahren.

Was man alles so braucht

Für diejenigen ohne Technik-Schublade (hallo Lena 😉 ) gibts auch ganz praktisch das Komplettpaket. Was man da nur noch brauch wäre eine USB-Tastatur.

Einzelaufstellung:

Inbetriebnahme

Der ganze Spaß beginnt mit dem Herunterladen des speziellen Retro-Konsolen-Betriebssystems für den Raspi. Hier gibt es drei BigPlayer im Game, der bekannteste ist wohl RetroPie. Sonst gibt es noch Lakka und eben RecalBox, für die ich mich aufgrund guter Noten bei Usability entschieden habe. Mein Gefühl hier ist aber, dass es fast egal ist, für was man sich entscheidet. Eine detaillierte Unterscheidung liefert der c’t-Artikel, bei dem Lakka wohl das Schlusslicht darstellt.

Nach dem Download des Betriebsystems muss die MicroSD-Karte vorbereitet werden und im Format FAT32 formatiert werden. Das kann z.B. mit dem Mac-eigenen Disk Utility erfolgen oder man nutzt für MacOS den Apple Pi Baker, wo man allerdings nur den ersten Part „NOOBS Recipe“ benötigt.
Mit Windows kann man auch ganz einfach in der Datenträgerverwaltung formatieren.

Die Installation der RecalBox ist denkbar einfach: Man entpackt das Zip-File einfach einmal komplett (ohne Überordner) auf die MicroSd-Karte. Sonst ist nicht weiter notwendig.

Danach kommt schon die SdKarte auf der Rückseite des Raspis in den dafür vorgesehen Slot. Alles zusammenstecken und an den TV mit dem HDMI-Kabel anschließen.
Danach Strom drauf und los gehts.

Nach einer kurzen Initialisierungs- und Bootzeit kann man auch direkt loslegen: Die Controller, wenn nicht bereits passiert, anschließen. Wenn vorhanden, auch eine Tastatur. Mit einem Controller kann man mit „Select“ das Menü aufrufen und sich durchhangeln (am unteren Bildschirmrand stehen die Befehle, die Buchstaben gelten auch für die Tastatur).

Als erstes sollte man das WLAN in Betrieb nehmen. Dies geht unter den Einstellungen > Netzwerk. Hier den Code am besten mit der Tastatur eingeben, wobei man das Feld einmal mit „A“ aktivieren muss. Des Weiteren kann man festlegen, ob Daten auf der SD-Karte oder einem zusätzlichen Speichermedium gespeichert werden soll.

Nachdem das WLAN steht, kann man nun bequem vom Laptop darauf zugreifen. Dazu einfach die IP-Adresse, die man unter den Netzwerkeinstellungen der RecalBox angezeigt bekommt, im Browser eingeben. Hier können ganz einfach neue Spiele, genannt „ROMs“ im Format *.smc per Drag&Drop rübergezogen werden.

Neue ROMs findet man sehr leicht, auch ganze Packages. Es soll sogar ein ganzes Emu-Paradies geben, vielleicht einfach mal genau danach googeln 😉

Dieser Artikel befindet sich noch im Aufbau. Ich werde noch auf ein paar Punkte detaillierter eingehen.

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