Kurzes Zwischenfazit: die ersten 10.000 km E-Smart

So, die ersten 10.000 km mit dem Smart Electric Drive sind runter. Hat natürlich deutlich länger gedauert als mit meinen bisherigen PKWs, aber das war auch so kalkuliert. Ein kurzes Fazit…

Fahren

Das Fahren macht wirklich immer noch so viel Spaß wie am ersten Tag. Die Beschleunigung ist echt klasse, das lautlose Cruisen durch die Dörfer ist sehr angenehm und die Wendigkeit ist im Smart natürlich unerreicht. Ich werde oft gefragt, ob ich meine PS-starken Vorgänger-Autos vermisse. Ich muss sagen, dass das wirklich nicht der Fall ist, was aber natürlich auch an anderen Umständen liegen mag (Alter, Vernunft, anderer Mobilitätsgedanke, Umweltaspekt, Verkehrsdichte…).

Laden

Beim Laden ist die Euphorie ein bisschen verloren gegangen. Tatsächlich habe ich bislang sämtliche Ladesäulen gemieden, was aber auch daran liegt, dass ich nur kurze Strecken fahre und immer zu Hause lade. Außerdem habe ich kein Schnellladekabel sondern nur eines mit SchuKo/Haushalts-Stecker. Ich stelle fest, dass öffentliche Lademöglichkeiten wie auch Ladeplätze bei meinem Arbeitgeber noch rar sind, diese aber dafür recht hoch frequentiert angesteuert werden. So kann man eigentlich nicht wirklich damit planen.

Was mich persönlich bei dem Thema nervt sind Plug-In Hybride, die ein E-Kennzeichen haben. Am besten sind hier die e-SUV, die gefühlte 10km mit Elektroantrieb schaffen und dann auf Verbrenner switchen. Natürlich stehen die dann aber auch an Ladesäulen in der ersten Reihe (am besten noch den ganzen Tag) – da hängt das ganze System schief.

Aber zurück zum Smart: Was mich ein bisschen nervt ist ein Bug im Lademanagement des Autos. So kann es passieren, dass entweder das Laden gar nicht startet und nur mit Warnleuchte quittiert wird oder – und das halte ich für schlimmer – alles auf grün schaltet und es trotzdem nicht lädt.

Bei Mercedes-Benz in Mannheim wurde ich darauf hingewiesen, dass das wohl am Stromnetz zuhause liegt. Ich sehe das nicht so denn auch beim Laden in der Firma trat dieses Problem schon auf.

Jetzt gab es eine Rückrufaktion von Smart wegen einem fehlerhaften Batteriemanagement – Softwareupdate wird benötigt. Vielleicht löst es das Thema ja.

Vorteile mit einem E-Kennzeichen in der Praxis

Absolut keine.

In München habe ich Parkplätze gesehen mit der Beschilderung „für e-Autos 2h frei“. Bei uns in der Gegend ist mir das noch nicht aufgefallen. Auch sonst habe ich noch keinen einzigen Vorteil im Straßenverkehr im Raum Mannheim-Heidelberg-Schwetzingen wahrgenommen.

Am besten gefällt mir übrigens, dass der Smart auch eine Umweltplakette hat – eine grüne 4…

Ich habe mich auch schon gefragt, ob man mit einem E-Auto durch Straßen fahren darf, die wegen Lärm zur Durchfahrt gesperrt sind 😀

Die erste Inspektion

Das war tatsächlich ein Highlight. Der Smart kam in die Mercedes Benz Niederlassung in Mannheim. Freundlicherweise bekam ich hier auch zwei Taxi-Gutscheine für ins Büro und wieder zurück über jeweils 25€. Außerdem wurde das Fahrzeug komplett gereinigt und Scheibenwischwasser aufgefüllt. Am Ende kostete das Ganze knapp 100€. Zieht man hier mal Taxi, Wäsche und Scheibenwischwasser ab, bleiben noch knapp 30€ Inspektionskosten.

Die Dame am Schalter fragte mich noch, ob denn kein Ölwechsel gemacht wurde. Ich meinte lachend: „Hoffentlich nicht“. Also man sieht auch, dass die Prozesse noch nicht wirklich auf e-Autos eingespielt sind.

Fazit

Ich habe den Schritt zum e-Smart nicht bereut. Grundsätzlich muss man aber sagen, dass nur eine komplette Neuausrichtung meines Mobilitätskonzepts (mehr Zug, mehr Fahrrad) das Ganze überhaupt möglich gemacht hat. Seitdem wir Nachwuchs haben ist der Smart eigentlich zu einem reinen Ein-Mann-Auto geworden, was ja auch ok ist.

Was mich nervt ist das angesprochene Thema mit den Ladeausfällen sowie die stark reduzierte Batteriekapazität im Winter.

Update

Das Thema mit den Ausfällen beim Laden hat sich erledigt. Auf einen erneuten Hinweise meinerseits wurde das komplette Ladekabel ausgetauscht. Interessanterweise ist das neue von einem anderen Hersteller – eventuell war es ein bekanntes Problem? Jedenfalls funktioniert nun auch alles wieder wie es soll.

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